|
Lilli-Friedemann-Stiftung für improvisierte Musik und kreative Musikpädagogik
„Das Ziel von Bildung ist nicht, Wissen zu vermehren, sondern für das Kind Möglichkeiten zu schaffen, zu erfinden und zu entdecken, Menschen hervorzubringen, die fähig sind, neue Dinge zu tun.“
(Jean Piaget, 1896 - 1980)
„In der Gruppenimprovisation tun wir nicht, was wir sollen, sondern das, was wir im Augenblick für richtig halten. Und etwas für richtig zu halten und richtig zu reagieren, das ist nicht leicht. Das ist ja keine absolute Freiheit, sondern das ist Konzentration. Ich bin nicht gehorsam, ich gehe den Weg, den ich für richtig halte.“
(Lilli Friedemann, 1906 – 1991)
Die Geigerin und Musikpädagogin Lilli Friedemann (1906 – 91) war die vielleicht wichtigste Pionierin in der Entwicklung von praxisnahen Konzepten für die Vermittlung von musikalischer Kreativität und Bildung durch Gruppenimprovisation. Ihre Arbeitsweise wurde wegweisend für kreatives Musizieren in künstlerischem, pädagogischem und therapeutischem Kontext.
Die Lilli-Friedemann-Stiftung hat sie zur Namenspatronin gewählt, weil die Stiftung sich zum Ziel gesetzt hat, das Potential musikalisch-kreativer Ansätze möglichst umfassend auszuschöpfen. Hierfür gilt es Spielräume zu schaffen, die der Kultivierung, Weiterverbreitung und weiteren Beforschung verschiedener Ansätze improvisierter Musik und kreativer Musikpädagogik dienen.
Als erstes und bislang einziges Projekt betreibt die Stiftung seit Mai 2004 das exploratorium berlin, ein Zentrum für improvisierte Musik und kreative Musikpädagogik in Berlin-Kreuzberg. Hier können Menschen unterschiedlicher Vorbildung improvisatorische Ansätze kennen lernen und vertiefen, sich mit anderen austauschen und Improvisation im Live-Konzert hautnah erleben.
Informationen finden Sie unter www.exploratorium-berlin.de
|